Dienstag, 29. September 2015

Eine kleine Anfrage an das Projekt: Multikulti

Wenn man die Familie und das Volk als die Gestaltungsformen gemeinschaftlichen Lebens ansieht, dann ist nicht zu übersehen,daß diese beiden Vergemeinschaftsformen eine natürlich-biologische Basis aufweisen- man ist verwandt miteinander, oder um es ganz unzeit(geist)gemäß zu sagen: es ist eine Blutsgemeinschaft. Die Auflösung der Ordnung der Familie ist das Konzept der Patchworkfamilie, denn nun soll es für die Angehörigen einer Familie gleichgültig sein, daß etwa die Kinder aus verschieden Ehen oder Partnerschaften sind, daß Vater und Mutter eben auch Stiefväter und Stiefmütter für die Kinder der jetzigen Familie sind, die auch wieder aufgelöst werden können. So wie es im bezahlten Profifußball es zwar noch städtische Namen für den Verein gibt, etwa den Hamburger, den Münchner Fußballverein, aber die aktiven Spieler aus allen Ländern und Regionen der Welt zusammengekauft sind und so sie selbst keinen Bezug mehr zu "ihrem" Verein haben als den, daß sie da nun ein gutes Geld verdienen und so das natürliche Fundament aufgelöst , als wenn noch 11 Münchner gegen 11 Hamburger antreten würden in einem Fußballspiel. Diese Auflösung des Natürlichen findet nun auch im Volk statt. Es soll aufgelöst werden und durch eine multiethnische Gesellschaft ersetzt werden. Der Multiethnizität korrespondiert dann das Konzept einer multikulturellen Gesellschaft, in der es, wie der Begriff es aussagt, keine kulturelle Gemeinschaft mehr geben soll- jede Kultur, ethnisch fundiert soll nicht, wie einst in der Idealvorstellung des "Schmelzofens" zu einer synthestisiert werden, sondern soll sich in ihrer Eigenart conservieren. Was bleibt dann als das Gemeinsame übrig? Es bleibt nur die Ordnung des Geldes, daß jeder da ist, um sein Geld hier zu verdienen und sich den Gesetzen des freien Marktes unterzuordnen hat, damit er hier sein Geld verdienen kann. Reicht das als das Fundament für eine Gesellschaft, die sonst nur noch eine Pluralität von Ethnien und Kulturen aufweist ohne sonst etwas sie Verbindendes! 
Im Geiste Habermas könnte der Vorschlag eines Verfassungspatriotismus als Ergänzung imaginiert werden. Nur steht dem entgegen, daß die Verfassung des Deutschen Staates so sehr mit der westlich-demokratischen Kultur verbunden sind, ja in ihr verwurzelt ist, daß der Versuch, diese Ordnung für alle Staatsbürger als verbindlich zu erklären, zum Scheitern verurteilt ist. Wenn die Mehrheit der multikulturellen Gesellschaft nicht mehr aus der westlichen Kultur stammt, wird diese Verfassung als westliche auch reprobiert werden und wer die Mehrheit dann hat, wird die neue Verfassung dann auch bestimmen. Das kann dann auch eine islamisch gefärbte sein, weil eben gerade das Christentum als Basis der westlichen Kultur sich auflöst. Multikulturalität besagt eben, daß die Werte unsere Gesellschaft nicht mehr von allen geteilt werden und sie doch Bürger dieses Staates sein sollen

.Es stellt sich also die Frage, ob ein soziales Gemeinwesen dauerhaft lebensfähig ist, wenn es keine natürliche Basis mehr aufweist (die gemeinsame Volkszugehörigkeit) und keine kulturelle Einheit aufweist, weil sie multikulturell ist? Reicht das Ordnungsprinzip des freien Marktes aus, um eine Gesellschaft zusammenzubinden? Oder ist es nicht wahrscheinlicher, daß sich die Gesellschaft in Gänze auflöst in Parallelgesellschaften, die dann nur noch nebeneinander existieren, bis die Machtfrage gestellt wird: wer hat hier das Sagen und wer nicht- und das wäre dann der "Bürgerkrieg", besser gesagt, der Krieg der Ethnien und Kulturen widereinander in einem Territorium um die Vorherrschaft da.  (Historisch gesehen sind bisher alle multiethnischen und multikulturellen Staaten gescheitert: vom Vielvölkerstaat Österreich angefangen, dessen Ende der 1.Weltkrieg mit sich brachte, bis zum Ende des Vielvölkerstaates Jugoslawien, und weniger spektakulär die Auflösung der Tschecheslowakei, und dramatischer das Ende der Sowjetunion- nur ein Staat "überlebte" bisher das Experiment: Multikulti, nämlich die USA, aber das auch nur und wohl auch nur so lange, wie der "weiße Amerikaner" der Hegemon in dieser Kultur war und ist! 

Faktisch ist das Konzept der "Politischen Korrektheit" mit der ihr angebundenen Holocaustreligion wohl die Antwort auf diese Frage! Wenn alles Verbindliche sich auflöst in der Lust an der unbegrenzten Pluralität, muß es noch etwas Alle Verbindendes geben und das soll dies ideologische Konstrukt sein als sozusagen öffentliche Religion der Postmoderne! Wo es keine Einheit mehr im Natürlichen gibt, müssen die Ideologie und die ideologischen Apparate (der Staat und die Massenmedien, die kulturellen Institutionen)   umso mehr dann künstlich diese Einheit schaffen.        
          


               

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen